Private Ladestation – Elektroauto zuhause laden?

Die Elektrifizierung der Mobilität schreitet mit großen Schritten voran und die meisten Automobilhersteller haben bereits jetzt eine Vielzahl an attraktiven Elektrofahrzeugen im Portfolio. Wenn Sie bereits einer der glücklichen Besitzer eines solchen Fahrzeugs sind oder mit dem Gedanken spielen einer zu werden, stellt sich unweigerlich die Frage, wie man das Elektroauto zuhause laden kann und ob dies überhaupt zwingend notwendig ist. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen meine Gedanken offen legen, was man bedenken sollte, wenn man sich eine Elektroauto Ladestation für zu Hause kaufen möchte und mit welchen Kosten hier zu rechnen ist. Wie lange lädt das E-Auto an der Wallbox eigentlich? Welche Wallbox sollte man kaufen?


Was ist eine E-Auto Ladestation für zuhause?

Bei einer Elektroauto-Ladestation für zu Hause, handelt es sich nicht einfach nur um eine bessere Steckdose. Warum dies so ist, möchte ich Ihnen gerne aufzeigen. Eine Wandladestation liefert nicht nur den zum Laden benötigten Strom, wie man es von regulären Steckdosen kennt, sondern kommuniziert auch mit der Fahrzeugelektronik, um den Ladevorgang zu regeln. Das Fahrzeug wird bei den hier vorgestellten Ladestationen mit Wechselstrom, in aller Regel an einem Ladepunkt, geladen. Der Stromfluss wird auch erst dann freigegeben, wenn der Stecker eingesteckt wurde. Dieses Feature bietet zusätzliche Sicherheit.

Es gibt auf dem Markt sowohl Ladestationen, die über ein festverbautes Ladekabel, mit dem entsprechenden Steckertyp verfügen. Wie zum Beispiel die unten vorgestellten Modelle. Es gibt aber auch solche, in denen lediglich eine entsprechende Ladebuchse verbaut ist, in die das fahrzeugseitige Ladekabel eingesteckt werden kann.

Die allermeisten Modelle eigenen sich sowohl für die direkte Montage an eine Wand, aber sind in aller Regel auch für die Montage an einer Säule vorgesehen. So ist man bezüglich des Installationsortes maximal flexibel. So kann man eine Wallbox auch an, vom Haus weiter entfernten, Carports bzw. vergleichbaren Stellplätzen anbringen. 

Ladestation Elektroauto zu Hause

Eine E-Auto Ladestation für Zuhause können Sie sowohl bei den meisten Autoherstellern kaufen, denn diese haben oft eigene Stationen im Angebot, aber natürlich müssen Sie dies nicht. Mittlerweile gibt es auch eine große Auswahl an Wallboxen von anderen renommierten Firmen. Drei Modelle habe ich Ihnen im nachfolgenden Abschnitt kurz vorgestellt. Ein Preisvergleich lohnt sich meiner Meinung nach immer.


Welche Elektroauto Ladestation für zu Hause gibt es?

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt angedeutet, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an den unterschiedlichsten Wallboxen zu kaufen. In diesem Abschnitt möchte ich versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen und darauf eingehen, worauf es grundsätzlich zu achten gilt, wenn Sie sich eine E-Auto Ladestation für zuhause kaufen möchten. Hierbei gehe ich allerdings nicht auf die Modelle der Automobilhersteller ein, sondern nur auf Modelle von Drittanbietern. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von drei Modellen im direkten Vergleich. Ich hoffe die Tabelle kann Ihnen bei der Vorauswahl behilflich sein.

Heidelberg Wallbox Home Eco

Max. Ladeleistung:

  • 11 kW

Ladestecker:

  • Typ 2

Kabellänge:

  • bis 7,5 m

Abmessungen (BxHxT):

  • 295 × 386 × 117 mm

Integriertes Kabel?

Webasto Pure Ladesäule für zuhause 

Max. Ladeleistung:

  • 22 kW

Ladestecker:

  • Typ 2

Kabellänge:

  • 4,5 m

Abmessungen (BxHxT):

  • 225 x 447 x 116 mm

Integriertes Kabel?

KEBA AG KeContact P30 98150

Max. Ladeleistung:

  • 22 kW

Ladestecker:

  • Typ 2

Kabellänge:

  • 6 m

Abmessungen (BxHxT):

  • 240 x 643 x 140 mm

Integriertes Kabel?

Doch welches Modell ist nun das Richtige für Sie? Nachfolgend möchte ich Ihnen bei der Entscheidung etwas unter die Arme greifen und meine Gedanken hierzu zum Besten geben. In meinen Augen sind die Parameter Ladeleistung, Steckertyp sowie die Kabellänge besonders entscheidend. Nachfolgend erfahren Sie etwas mehr zu den jeweiligen Punkten.

Ladeleistung

Die Ladeleistung ist daher von höchster Relevanz, da Sie festlegt wie schnell Ihr Elektrofahrzeug geladen werden kann. Vorausgesetzt, der Bordlader Ihres Fahrzeugs ist auch für die angegebene maximale Ladeleistung ausgelegt. Ansonsten wäre die Wallbox zwar in der Lage Ihr Fahrzeug mit beispielsweise 22 kW zu laden, Ihr Fahrzeug aber nicht. In diesem Fall findet der Ladevorgang mit einer geringeren Ladeleistung statt. Wie Sie berechnen können, wie lange der Ladevorgang in etwa dauern wird, können Sie im letzten Abschnitt des Beitrags erfahren.

Worauf muss man achten, wenn man sich eine Wallbox kaufen möchte?

Ladestationen für zuhause gibt es bereits ab einer Ladeleistung von 3,7 kW. Diese Ladeleistung ist für aktuelle Plug-In Hybride zwar prinzipiell ausreichend, da diese nur über eine vergleichsweise geringe Batteriekapazität verfügen und in den meisten Fällen ohnehin nicht für höhere Ladeleistungen ausgelegt sind.

Jedoch würde ich persönlich keine solche Ladestation installieren. Dies sollte in meinen Augen nur dann getan werden, wenn Sie es hundertprozentig ausschließen können, dass Sie auch in Zukunft keine höhere Ladeleistung benötigen werden. Der Ladevorgang mit 3,7 kW wäre ansonsten wirklich extrem zeitaufwendig.

In meinen Augen bieten sich für den Heimgebrauch vor allem die 11 kW-Modelle an. Dies ist ein guter Kompromiss aus zu den erwarteten Kosten und der resultierenden Ladezeit. Gerade zuhause hat man ja in aller Regel ausreichend Zeit um das Fahrzeug mit moderater Ladeleistung über Nacht zu laden. Zwar gib es auch Modelle, die höhere Ladeleistungen unterstützen, beispielsweise 22 kW. Hier ist in meinen Augen aber abzuschätzen, ob sich dies auch wirklich lohnt. Wie im nachfolgenden Kapitel beschrieben, gibt es die KfW-Förderung in Höhe von 900€ nur für Ladestationen mit einer Ladeleistung von 11 kW. Meiner Meinung nach ist unter dieser Voraussetzung eine 11 kW-Wallbox die beste Entscheidung. Setzen Sie sich vor der Installation auch unbedingt noch einmal mit Ihrem örtlichen Netzbetreiber in Verbindung und informieren Sie ihn über Ihr geplantes Vorhaben.

Steckertyp und Kabellänge

Wichtig ist natürlich in jedem Fall, dass der verbaute Stecker der Ladestation auch zur Ladebuchse Ihres Fahrzeugs passt. In den meisten modernen Fahrzeugen, vor allem europäischer Herkunft hat sich der Typ-2 Stecker durchgesetzt. Die oben vorgestellten Wallbox Modelle verfügen beispielsweise ebenfalls über diesen Steckertyp. Manche asiatische und US-amerikanische Fahrzeuge sind allerdings mit dem Typ-1 Stecker kompatibel. Hier gilt es vor dem Kauf unbedingt darauf zu achten. Möchten Sie hier flexibel bleiben, wählen Sie am besten eine Station, die über kein festverbautes Kabel verfügt. 

Ist das Kabel fest verbaut, ist natürlich auch die Kabellänge ein relevanter Faktor, wenn es um die Alltagstauglichkeit der E-Auto Ladestation zuhause geht. Gehen Sie im Vorfeld sicher, dass die ausgewählte Kabellänge auch sicher reicht, um das Elektroauto zuhause laden zu können. Idealerweise können Sie das Kabel so wählen, dass es nicht nur für den kürzesten Weg von der Station zur Ladebuchse des Fahrzeugs reicht. Sondern auch dann, wenn Sie das Fahrzeug einmal andersrum parken, sprich einmal um das Fahrzeug herum. Dies spart Ihnen auf lange Sicht einige graue Haare. Der Aufpreis hält sich dabei zudem sehr in Grenzen, wenn Sie Glück haben gibt es nicht mal einen.


Ladestation Elektroauto zuhause - Kosten

Nun wie sieht es genau mit den Kosten aus, wenn man eine E-Auto Ladestation zuhause installieren lassen möchte? Natürlich benötigt man zunächst die Wallbox an sich. Wie an den oben dargestellten Modellen, ist hier mit rund 500 - 1000 € zu rechnen. Dies hängt natürlich stark davon ab, für welches Modell man sich entscheidet, welche Ladeleistung und welche Features man bevorzugt.

Auch für die Installation der Ladestation sollte man meiner Meinung nach mehrere Hunderteuro einkalkulieren. Hier ist es natürlich ebenfalls schwer einen pauschalen Preis zu veranschlagen.

Dieser hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten bei Ihnen ab. Muss beispielsweise ein langes Erdkabel verlegt werden oder kann die Wallbox direkt an der Hauswand verlegt werden? Weiterhin hängt es selbstverständlich auch von dem beauftragten Unternehmen ab, das die Installation übernimmt. Da die Wallbox an den 400 V Starkstromanschluss angeschlossen wird, lassen Sie die Installation bitte von einer Fachfirma erledigen.

Wie kann man ein Elektroauto zuhause laden?

Weiterhin ist auch Ihr Strompreis entscheident für die Gesamtkostenbilanz. Denn umsonst ist der Strom zuhause natürlich ebenfalls nicht. In meinen Augen bietet sich in dieser Kombination eine eigene Photovoltaik-Anlage an, um das Elektroauto zuhause sauber und günstig zu laden. Dies ist aber natürlich nicht in jedem Fall möglich. Heutzutage gibt es aber zum Glück vergleichsweise preiswerte Ökostromtarife. Nachstehend habe ich Ihnen einen Ökostrom-Vergleich von Check24 verlinkt. Hier können Sie die bei Ihnen vor Ort gültigen Tarife vergleichen und analysieren. Selbst mit gekauften Ökostrom sind Sie in aller Regel merklicher günstiger unterwegs als mit Benzin oder Diesel (je km).

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Attraktive KfW-Förderung

An dieser Stelle möchte ich Sie auch noch auf die anstehende KfW-Förderung für Elektroauto Ladestationen zu Hause hinweisen, die ab dem 24.11.2020 in Kraft tritt. Für die Installation einer Ladestationen an privat genutzten Stell­plätzen von Wohngebäuden kann eine Förderung in Höhe von 900 € je Ladepunkt beantragt werden. Falls Sie also mit dem Gedanken spielen sich eine Wallbox zu kaufen, ist aktuell ein sehr guter Zeitpunkt.

Entscheiden Sie sich für eine preiswerte Ladestation, wie z.B. die Heidelberg Wallbox Home Eco, bleibt selbst mit der Installation durch ein Fachunternehmen kaum ein Eigenanteil für Sie über. Voraussetzung ist aber, dass die Gesamtkosten über 900 € liegen und die Ladesäule durch Ökostrom betrieben wird, sprich durch die eigene Photovoltaik-Anlage oder durch einen Ökostromtarif Ihres Stromversorgers. Weiterhin muss die Wallbox über eine Ladeleistung von 11 kW und eine intelligente Steuerung verfügen. Alle Einzelheiten zur Förderung finden Sie hier.


Elektroauto Ladestation zu Hause wirklich notwendig?

Nun stellt sich natürlich unweigerlich auch die Frage, ob eine E-Auto Ladestation zu Hause auch wirklich notwendig ist oder nicht. Diese Frage ist nicht so ohne Weiteres zu beantworten. Dies hängt unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort und natürlich auch von subjektiven Gesichtspunkten ab. Nachfolgend möchte ich Ihnen meine Gedanken zum Thema offen legen. Ein Richtig oder Falsch gibt es in dieser Angelegenheit meiner Meinung nach nicht.

Wohnt man in einer Mietwohnung in der Großstadt wird die Installation einer Ladesäule in den meisten Fällen wohl schon aufgrund der lokalen Gegebenheiten eher schwer. Baut man hingegen ein Eigenheim oder erwirbt eine Bestandsimmobilie auf dem Land halte ich eine Installation einer E-Auto Ladestation zuhause aber für durchaus sinnvoll. Vor allem dann, wenn das öffentliche Ladenetz in der Region noch nicht zufriedenstellend ausgebaut ist.

Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben halten sich die Kosten für die Installation einer solchen, auch auf Grund der staatlichen Förderungen, ja durchaus in Grenzen. Das Plus an Komfort und Sicherheit ist es in meinen Augen definitiv wert.

E-Auto Ladestation zuhause installieren

Wenn das Fahrzeug nicht mit sehr hohen Ladeleistungen geladen werden kann, wie zum Beispiel die meisten Plug-In Hybriden, kommt man meiner Ansicht nach vermutlich kaum um eine eigene Elektrofahrzeug Ladestation zuhause herum. Der Ladevorgang, zum vollständigen Laden der Batterie, dauert deutlich länger als die wöchentlichen Einkäufe (vorausgesetzt es ist dort eine öffentliche Säule vorhanden). Ein Laden an öffentlichen Ladesäulen macht in diesen Fällen vermutlich wenig Sinn. Wer möchte schon stundenlang warten bis der Akku geladen ist. Über Nacht kann zuhause stressfrei und akkuschonend mit geringen Ladeleistungen geladen werden.

Sobald die Elektrifizierung der Mobilität weitervorangeschritten ist, sieht die Welt bestimmt schon wieder ganz anders aus. Wenn sich öffentliche Ladesäulen auf den Parkplätzen von Supermärkten, den Firmen, öffentlichen Gebäuden und den Innenstädten befinden, muss das Fahrzeug sicherlich nicht mehr daheim geladen werden. In einer solchen Zukunft lädt man das Fahrzeug bei jeder Gelegenheit, die sich bietet. Bis dies aber soweit ist, werden aber bestimmt noch einige Jahre ins Land ziehen.


Wie lange muss mein Elektroauto zuhause laden?

Zu guter Letzt möchte ich gerne noch auf die zu erwartenden Ladezeiten eingehen. Oft wird gerade in den Medien die Sorge geschürt, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauert, ein Elektroauto zuhause zu laden. Doch stimmt dies auch? Nun, zumindest nicht, wenn man es mit einer Ladesäule und nicht an der regulären Steckdose lädt. Die theoretische Ladezeit bis zum vollständigen Laden des Fahrzeugs ergibt sich aus der Akkukapazität des E-Autos und der Ladeleistung der Wallbox bzw. der verwendeten Ladelösung. Gerne können Sie den nachfolgenden Rechner nutzen, um Ihre persönlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen und zu berechnen.

Bei dem oben berechneten Wert handelt es sich jedoch um den theoretischen Wert in einer perfekten Welt. So einfach ist es dann am Ende leider doch nicht. Die tatsächliche Ladeleistung hängt neben der Ladesäule unter anderem auch vom Ladezustand der Batterie ab. Bei rund 80 % der Batteriekapazität, kann die maximale Ladeleistung in aller Regel nicht gehalten werden.

Schlagen Sie auf den berechneten Wert daher bitte noch etwas an Ladezeit auf, um sicher zu gehen. Beachten Sie hier bitte auch immer, dass das angesteckte Elektroauto auch die eingegebene Ladeleistung ziehen kann. Ansonsten ist dies der berühmt berüchtigte Flaschenhals. Meiner Meinung nach sollte aber gerade daheim, wo vor allem Nachts ausreichend Zeit zur Verfügung steht, nur mit geringeren Ladeleistungen geladen werden. Dies hilft dabei die Batterie zu schonen und die Lebensdauer zu erhöhen. Auch vom Aufladen auf 100 % würde ich persönlich, dem Akku zuliebe, im Alltag verzichten.

Strom im Garten verlegen – So geht’s

Jeder Eigenheimbesitzer, der von atmosphärischer Gartenbeleuchtung, einer Wegbeleuchtung oder nur einer Steckdose für die elektrischen Gartengeräte träumt, muss Strom im Garten verlegen, um sich diese Wünsche zu erfüllen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen systematisch zeigen, wie Sie prinzipiell ein Erdkabel verlegen können und worauf es hierbei zu achten gilt. Was muss man darüber hinaus beachten, wenn man ein Erdkabel kaufen möchte? Wofür wird das Leerrohr benötigt?


Warum Strom im Garten verlegen?

Es gibt viele Gründe, um Strom im Garten verlegen zu wollen, diese sind dabei so individuell wie Ihr Eigenheim und Ihr Garten. Die ansprechende und atmosphärische Außenbeleuchtung lässt Ihr Eigenheim im besonderen Licht erstrahlen und eine angemessene Wegbeleuchtung deckt im Dunkeln gefährliche Stolperfallen auf. Zudem sieht sie natürlich auch hervorragend aus.

Auch für den Betrieb von Pumpen für Ihren Gartenteich oder einen Pool im Sommer für die Kinder wird Strom benötigt, genauso für den praktischen Elektrogrill im Sommer. 

Auch wenn Sie aus umweltschutztechnischen Gründen oder den Nachbarn zu liebe auf elektrische Gartengeräte zurückgreifen möchten, müssen Sie Strom im Garten verlegen. Zum Betrieb von elektrischen Geräten in Ihrem Garten bieten sich so genannte Energiesäulen an, wie Sie auf dem nebenstehenden Bild abgebildet sind. 

Wie kann man Strom im Garten verlegen?
Energiesäule als Steckdose bei NYY Kabel

Hierbei handelt es sich um eine äußert praktische und ansehnliche Lösung, Steckdosen dort unterzubringen, wo sie auch gebraucht werden. Gerade auch im Bereich von Sitzbereichen oder Terrassen in meinen Augen sehr sinnvoll. Oft gibt es diese auch mit einer praktischen integrierten Zeitschaltuhr.

Doch egal wie der Grund auch aussehen mag, in aller Regel muss man ein Erdkabel verlegen, um die Verbraucher im Garten auf sichere Art und Weise mit Strom zu versorgen. 

Nur so ist die sichere Versorgung gewährleistet. Dieses liegt tief im Erdreich verborgen und ist besonders gut isoliert. Damit ihm Frost, Nässe, Wurzeln, Nagetiere oder andere äußere Einflüsse nichts anhaben können. Wie man dies prinzipiell verlegt, erfahren Sie im nachfolgenden Abschnitt.


Selbst Erdkabel verlegen - So geht's

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt angekündigt, müssen Sie Erdkabel verlegen, um Ihre Verbraucher und Geräte im Garten sicher mit Strom zu versorgen. Wie Sie hier prinzipiell vorgehen müssen, möchte ich Ihnen nachfolgend kurz schematisch aufzeigen.

Die Vorbereitung

Zu allererst empfiehlt es sich natürlich genau zu überlegen und zu planen wo genau Sie die späteren Verbraucher in Ihrem Garten aufstellen möchten und wo Sie entsprechend die Erdkabel verlegen müssen, um diese mit Strom versorgen zu können. Um unnötige Arbeit und späteren Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich sehr, hier besonders gründlich und vorausschauend zu handeln. Die Dokumente sollten Sie auch sicher verwahren, so dass Sie den Verlauf der Kabel auch zukünftig noch sicher kennen.

So bald Sie die Planung abgeschlossen haben und im Detail festgelegt haben, wie die Kabel verlaufen sollen, können Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Um ein Erdkabel sicher vor äußeren Einflüssen zu verlegen, wird dieses in aller Regel in einer Tiefe von rund 60 cm verlegt. Den Graben sollte man aber 70 cm tief ausheben. So ist es vor Frost und möglichen Spatenstichen oder anderen Einflüssen geschützt.

Ich komme auch gleich darauf zu sprechen, warum dies so ist. Das Kabel muss nämlich auf einer rund 10 cm hohen Sandschicht verlegt werden. Auf dem beistehenden Bild habe ich Ihnen dies einmal vereinfacht und schematisch dargestellt.

Wie kann man ein Erdkabel verlegen?

Erdkabel verlegen im Detail

Auf diese eingebrachte Sandschicht verlegen Sie nun das Erdkabel. In meinen Augen sollten Sie dies aber nicht einfach auf die Sandschicht legen, sondern in ein dafür vorgesehenes und geeignetes PVC-Leerrohr einziehen. 

Leerrohr für Erdkabel - Wie kann man das Kabel einziehen?

Das Leerrohr bietet einen weiteren Schutz für das eigentliche stromführende Kabel. Weiterhin haben Sie zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit ein weiteres Kabel einzuziehen ohne Ihren Garten ein weiteres Mal umgraben zu müssen. 

Um das Kabel durch das Leerrohr zu ziehen, empfiehlt sich eine Einziehspirale. Diese kosten nicht viel und ersparen Ihnen viel Arbeit und Frust. Sehr zu empfehlen!

Wenn man das Leerrohr verlegt und das Erdkabel eingezogen hat, kann das Kabel mit einer erneut rund 10 cm dicken Sandschicht abgedeckt werden. 

Um zusätzlich zu verhindern, dass das Kabel bei späteren Gartenbauarbeiten beschädigt wird, sollte die obere Sandschicht beispielsweise mit einer Kabelhaube geschützt werden. Über die Kabelhaube wird zusätzlich noch ein so genanntes Trassenband, im Prinzip ein Warnband in Signalfarbe, verlegt. Dieses warnt ausdrücklich vor dem darunter befindlichen Kabel und weist auf dieses hin. Der Graben kann nun vollständig mit Erde aufgefüllt werden. 

Welche Werkzeuge werden benötigt?

Nachfolgend möchte ich Ihnen noch kurz die Werkzeuge auflisten, die ich für sinnvoll erachte, wenn es darum geht ein Erdkabel zu verlegen und das möglichst einfach und ohne Beschädigung von Mensch und Material. Worauf es beim Kauf der einzelnen Werkzeuge zu achten gilt und welche Modelle sich hier anbieten, finden Sie in den verlinkten Beiträgen.

  • Spaten und Schaufel zum Ausheben des Grabens
  • Kabeleinziehhilfe, um das Erdkabel durch das Leerrohr zu ziehen
  • Seitenschneider zum Ablängen des Kabels und der einzelnen Adern
  • Abisolierzange zum Abisolieren der Adern, ohne diese zu beschädigen

Erdkabel kaufen - Worauf achten?

Nun haben wir kurz beleuchtet, wie man prinzipiell ein Erdkabel verlegen kann, doch worauf gilt es beim Kabel selbst zu achten? Nachfolgend möchte ich Ihnen ein paar Gedanken mit auf den Weg geben, was man beachten sollte, wenn es darum geht ein Erdkabel zu kaufen.

Die für den Außeneinsatz konzipierten Erdkabel haben in aller Regel die Bezeichnung NYY, sind besonders gut isoliert und kommen mit 3 Adern oder alternativ mit 5 Adern daher. Doch welches ist nun das richtige? Nun, wählt man gleich die 5-adrige Variante, hat man den Vorteil, dass man neben einer Steckdose auch gleich noch eine Lampe anschließen und unabhängig voneinander schalten kann.

Welche Kabellänge Sie benötigen, ergibt sich natürlich aus den individuellen Gegebenheiten vor Ort und wo Sie die Verbraucher wie Lampen, Energiesäulen oder Ähnliches eingeplant haben. Ein Erdkabel gibt es zudem in verschiedenen Kabelquerschnitten, in aller Regel 1,5 mm² und 2,5 mm². Welchen Querschnitt Sie hier benötigen, hängt von mehreren Faktoren, unter anderem der Kabellänge ab, und sollte vorab berechnet werden. Hierfür können Sie gerne unseren Kabelquerschnittsrechner nutzen. Diesen habe ich Ihnen nachfolgend kurzerhand verlinkt.


Weitere Hinweise

Für die Elektroinstallation im Außenbereich, wo natürlich regelmäßig Nässe und Feuchte herrschen, müssen besondere Anforderung an die verbauten Komponenten gestellt werden. Diese müssen ausreichend gegen Nässe und Spritzwasser geschützt sein, IP44 sollte hier die Mindestanforderung sein. 

Weiterhin sollten alle Verbraucher an einem eigenen Stromkreis angeschlossen werden. Aus Gründen der Unfallvermeidung und der allgemeinen Sicherheit muss dieser Stromkreis durch einen Fehlerstrom-schutzschalter (FI) und mit eigenem LS-Automaten abgesichert sein, der die Stromzufuhr im Falle einer Beschädigung des Kabels oder eines Kurzschlusses sofort unterbricht, um schlimmeres zu verhindern.

Auch wenn man leicht selbst ein Erdkabel verlegen kann und es für einen geübten Heimwerker kaum ein ernstzunehmendes Problem darstellt, möchte ich an dieser Stelle noch einmal explizit darauf hinweisen, dass Tätigkeiten an der Hauselektrik nur durch fachkundige und qualifizierte Personen durchgeführt werden sollten. 

Schutzrohr für Erdkabel - Schutz vor Beschädigungen

Gerade dann, wenn Zweifel bestehen und die Erfahrung mit der Thematik fehlt. Ziehen Sie immer eine Fachkraft hinzu und sprechen Sie Ihr Vorhaben im Detail mit einem örtlichen Fachbetrieb durch! Alle geltenden Sicherheitsregeln im Umgang mit Strom müssen eingehalten werden. Sämtliche selbstdurchgeführten Arbeiten geschehen auf eigene Gefahr.